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Open Source

Der [...] Ausdruck Open Source [...] bzw. Quelloffenheit wird meist auf Computer-Software angewandt und meint im Sinne der Open Source Definition, dass es jedem ermöglicht wird, Einblick in den Quelltext eines Programms zu haben, sowie die Erlaubnis zu haben, diesen Quellcode auch beliebig weiterzugeben oder zu verändern.[...] Der Begriff Open Source beschränkt sich nicht ausschließlich auf Software, sondern wird auch auf Wissen und Information allgemein ausgedehnt.[...] Übertragen wurde die Idee des öffentlichen und freien Zugangs zu Information auch auf Entwicklungsprojekte.

Zitiert nach Wikipedia. Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Open_source

Um einem möglichen, verkürzten Verständnis von Open Source zu begegnen, hier ein Zitat von Robert Kurz aus einem Text, welcher sich primär auf die Bedingungen der Produktion und Zirkulation radikal kritischer Theorie bezieht, jedoch auch Gültigkeit für Open Source beanspruchen kann. Es ist dies explizit nicht als Argument GEGEN die Idee von Open Source oder auch [Copyleft] zu verstehen, sondern soll die emanzipatorischen Grenzen solcher Ansätze verdeutlichen.

„[...] Hier möchte ich nur auf zwei fragwürdige Aspekte zirkulativen Utopismus hinweisen. Zum einen ist er wie die bürgerliche Zirkulation überhaupt rein formal, ganz unvermittelt mit Inhalten und Kontexten. [...] Die Zirkulation bleibt eben auch ohne monetäre Zahlung ihrem Wesen nach an das Wert- und Abspaltungsverhältnis gebunden; sie kann nicht frei sein, wenn es die dazugehörige Reproduktion nicht ist. Würde die Reproduktion (und sei es in Teilbereichen einer Aneignung des reproduktiven Zusammenhangs) von einem „Verein freier Individuen“ betrieben, handelte es sich auch nicht mehr um Zirkulation, sondern um freie Distribution; und diese wäre gerade nicht formal, aber aben an den reproduktiven Zusammenhang als Ganzen gebunden. Hinzu kommt, dass sich der schlechte Utopismus einer „freien Zirkulation von Ideen“ [...] keineswegs damit begnügt, [...] für den eigenen Gebrauch zu nutzen, was ja unproblematisch wäre. Vielmehr geht der formalistische Anspruch darauf aus, [...] ohne Einwilligung der Urheber beliebig in andere Zusammenhänge zu stellen, [...] zu verändern, zu verfälschen [...]. Es handelt sich hier [...] nicht um Emanzipation und gegenseitige Hilfe, sondern um einen formalen, bürgerlichen Machtanspruch in der Hülle der Zirkulationsideologie. [...]“ Robert Kurz aus: [Die unfreie Zirkulation der Ideen].


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