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RueckkehrReflexion/ Resumee

von Sarah

Inhalt:

Dieses Resumee beschreibt zum einen die im Rahmen von mapping wandsbek postkolonial innerhalb der Tour [Rueckkehr Reflexion] durchgeführten Kartierungsrundgänge und deren in einer Auswertung als wichtig erachteten Aspekte.

Zum anderen wird hier eine Reflexion über die während der Touren entstandenen Prozesse sowie der Rückbezug auf das Konzept der Tour - sowohl zum Raumbezug als auch zu Teilnehmerdynamiken - beschrieben, um weiterführende Fragen zu entwickeln.

Die [Intention] dieser Tour war, an Orte oder Punkte zurück zu kehren, die in den zwei vorherigen Touren entdeckt und als wichtig oder interessant betrachtet wurden. Diese Orte sind im einzelnen:

Die Gruppe 1 - Weisser gehts nicht kehrte zu zwei Punkten aus der Tour EinkaufDenkmal zurück: [geschichtslos - wegen krieg?] und [schwarzlosestrasse]

Gruppe 2 - Kaserne, Phantasie und Fortschritt erkundete wiederum zwei Orte aus der Tour SchiessenWohnen: [Adler an der Ecke mit U-Bootrohr] und [Männerturnverein] bzw. [Clubhaus für Jedermann]

Die Gruppe 3 - Schnell Schnell bewegte sich sowohl an Orten in Wandsbek und Jenfeld mit Hilfe eines PKWs und besuchte wichtige Markierungen aus den Rundgängen SchiessenWohnen und EinkaufDenkmal: [Es war ungefähr hier] sowie [Kartentäuschung]

An diesen Orten sollten Ergebnisse erläutert, reflektiert/ diskutiert und gegebenenfalls mit Markierungen sichtbar gemacht werden. Somit sollten die Karten über diesen Prozess auf den realen Raum zurück bezogen und den Stadtraum auf diese Weise in einer anderen Verhältnismäßigkeit wieder angeeignet werden.

Die Art der Markierungen war im Vorhinein von Aktiven der Offenen Kartierung für die drei verschiedenen Wegstrecken getroffen worden und variierte stark:

Die Gruppe 1 - Weisser gehts nicht markierte mit Hilfe von Wind bzw. einem Tuch im Wind, mit einem Bierdeckel und mit einem (vorhandenen) Straßenschild.

Die Gruppe 2 - Kaserne, Phantasie und Fortschritt bediente sich Aufklebern, die vor Ort beschriftet und an geeignete Flächen an den besonderen Orten angeheftet wurden.

Gruppe 3 - Schnell Schnell markierte mittels eines beschrifteten Zettels und einer mit "Kartentäuschung" beschrifteten Kunststoffschild, die an einem Holzpflock in den Boden gerammt wurde.

Als wichtige Aspekte können genannt werden: Es nahmen sowohl Kartierende der voran gegangenen Touren teil als auch Personen, die das erste Mal bei einem solchen Rundgang waren. Das heisst, einem Teil der Gruppe war sowohl die kartierende Tätigkeit und die vorangehenden Diskussionen und Bewertungskriterien nicht bekannt während andere genau bei diesen Erfahrungen ansetzten. Vorher bereits bekannte Orte konnten neu betrachtet und das zwischenzeitlich erlangte Wissen oder ein Rückgriff auf zuvor erlebte Stimmungen wie Hefegeruch, Schokoladengeruch, Straßenlärm, Beklemmung durch Beobachtung, etc. konnten auf eine Ortsspezifik getestet werden. Feinheiten an den Orten konnten diesmal beobachtet werden: Die Form der Hecken von Privathäusern, nicht gleich sichtbare Gärten, u.a. Das Tempo der Erkundungen spielte eine wichtige Rolle: Je nach Transportmittel und Zeit, die an den Orten verbracht wurde, konnten zum Teil Gespräche und genauere Beobachtungen statt finden, als dies bei den ersten beiden Rundgängen gemacht wurde. Die in den zwei ersten thematischen Rundgängen kartierten Kolonialaspekte konnten großteils erneut überdacht und zum Teil bezweifelt werden. Neues Wissen über Straßennamen oder historische Figuren, aber auch ein Aneignungspragmatismus des Kasernengeländes bildeten einen Kontrast zu Anfangsannahmen.


Abschlußrunde in der Eisdiele in einer Shopping Mall:


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