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Offene Kartierungsgruppe zu Gast in der Vortragsreihe "Men in Rubberboots?" - Uni Kassel



* Di, 20.06.06 um 20 Uhr im Salon Elitaer , An der Fuldabrücke Nr. 6, 34125 Kassel
:Die Offene Kartierungsgruppe zu Gast im Rahmen von "Men in Rubberboots? [Programm] Eine Vortragsreihe zum Thema Exkursionen" des [Instituts fuer Humangeographie] der Uni Kassel

:Über Men in Rubberboots: Exkursionen sind in der Geographie von zentraler Bedeutung - immer schon. Sie sind verpflichtend in das Curriculum eingeschrieben und folgen meist unreflektiert einer tradierten Methode von "men in rubberboots". Aber was nützen Gummistiefel bei einer Exkursion in den sozialen Raum? Die Vortragsreihe fächert die vorhandenen Exkursions-Praxen unterschiedlicher Bereiche auf und erweitert den Blick auf die zentrale Frage: Was ist das eigentlich, eine Exkursion? Zu Gast in Kassel sind: Boris Sieverts, Martin Scharvogel, Offene Kartierungsgruppe Hamburg, LIGNA und Stefan Giesewetter. Siehe auch [Termine]


Input




Der von uns vorgesehene Input für das Gespräch gliederte sich in drei Teile:

: 1. Eine Darstellung unserer bisherigen Entwicklung mittels einer Gruppenchronologie [rtf-Skript Chronologie]
: 2. Kritik an der Exkursionsform und Beschreibung der eigenen Herangehensweise [rtf-Skript Ausflüge in die Wirklichkeit]
: 3. Vorstellung zweier aktueller osm-Konzepte als Diskussionsgrundlage [rtf-Skript Learning from your Stadtraum]



In Hinsicht auf das Thema der Veranstaltungsreihe [Exkursionen] von gewisser Relevanz waren die Überlegungen zu 2. Kritik an der Exkursionsform und Beschreibung der eigenen Herangehensweise

Ausflüge in die Wirklichkeit




Exkursionen [thesen]


# Im Allgemeinen versteht man unter einer Exkursion „einen Ausflug, eine Wanderung oder eine Reise unter wissenschaftlicher Leitung und Zielsetzung*“.
*alle Zitate wikipedia, siehe auch [Exkursion]

# Die dem vorausgehende, unbewußte Spaltung der Welt in Subjekt und Objekt basiert auf der funktionalen Denkform, welche widerum die Grundlage der modernen [Natur]Wissenschaften bildet.

# TeilnehmerInnen einer Exkursion sind strukturell männliche Forschersubjekte, die sich für die Dauer der Exkursion ihrer Subjektivität entledigen, „um sich an Ort und Stelle mit dem Realobjekt zu beschäftigen“.

# Die Spaltung der Welt in Subjekt und Objekt ist geschlechtsspezifisch (Subjekt: weiblich; Objekt: männlich) und geschlechtshierarchisch (subjektiv: Nicht-Wert, Reproduktion, falsch, ungenau, vage, nicht überprüfbar; objektiv: Wert, Produktion, richtig, korrekt, präzise, verifizierbar) konnotiert.

# Der Modus der unbewußten, funktionalen Denkform [das Denken in und am Geld bzw. Wert] hat sich seinerseits an wert-, waren- und arbeitsförmiger Vergesellschaftung gebildet und sich zusammen mit dieser durchgesetzt.

# Der von der funktionalen Denkform bedingten Bewußtseinskonstitution gilt die objektive Wahrnehmung und Beschreibung der Welt bzw. deren wissenschaftliche Überprüfbarkeit als überhistorisch und unabhängig von deren gesellschaftlicher Bedingtheit.

# „Umgangssprachlich bezeichnet heute das Wort Exkursion eine mehrstündige Wanderung in der Gruppe mit einem Exkursionsführer, der naturwissenschaftliche Hinweise und Zusammenhänge an Hand vor Ort sichtbarer Gegebenheiten erläutert“.


Parameter unserer Kartierungstätigkeit


# Individuen oder Gruppen von TeilnehmerInnen kooperieren mit differenten Sichtweisen und Ansätzen, was mit gängigen Begriffen vielleicht als interdisziplinär beschrieben werden könnte. Es handelt sich
nicht um eine wissenschaftliche Vorgehensweise.

# In einem prinzipiell offenen, nicht ziel- und zweckgerichteten und sich über einen längeren Zeitraum erstreckenden Prozess entstehen Layers aus gemeinsam und individuell erstellten Karten, die verschiedene Bedeutungsebenen übereinander legen und sichtbar machen.

# Hierbei geht es beispielsweise nicht darum einen anwendungsorientierten „open source“-Stadtplan zu erstellen und so Bestehendes nur unter anderen Vorzeichen zu reproduzieren. Ein solcher kann jedoch als Teil-Ergebnis des Prozesses entstehen.

# Technologie und neue Medien [GPS, PDA, Netz, Open Source, Wiki etc.] werden bewußt eingesetzt und angeeignet. In Hinsicht auf prozessuale Vorgehensweise und Kommunizierbarkeit ist es als die Möglichkeiten erweiterndes
Kann und nicht als Muß zu begreifen und steht gleichwertig neben tradierten Mitteln wie Zeichnung, Photographie oder Text.

# Das so erstellte Material ist öffentlich zugänglich und kann weiter bearbeitet werden. Wir verstehen das Ganze als permanenten Vorschlag eines gesellschaftlichen Bewusstseins-, Wahrnehmungs- und Gestaltungsprozesses des Raumes durch den und in dem wir uns bewegen, zu dem wir uns ins Verhältnis setzen und den wir so gleichzeitig verändern.



Karte




:Karte des Ausflugs siehe /OSMAusflugKassel


Offene Kartierungsgruppe zu Gast in der Vortragsreihe "Men in Rubberboots?" - Uni Kassel

  • Di, 20.06.06 um 20 Uhr im Salon Elitaer , An der Fuldabrücke Nr. 6, 34125 Kassel
Die Offene Kartierungsgruppe zu Gast im Rahmen von "Men in Rubberboots? [Programm] Eine Vortragsreihe zum Thema Exkursionen" des [Instituts fuer Humangeographie] der Uni Kassel

Über Men in Rubberboots: Exkursionen sind in der Geographie von zentraler Bedeutung - immer schon. Sie sind verpflichtend in das Curriculum eingeschrieben und folgen meist unreflektiert einer tradierten Methode von "men in rubberboots". Aber was nützen Gummistiefel bei einer Exkursion in den sozialen Raum? Die Vortragsreihe fächert die vorhandenen Exkursions-Praxen unterschiedlicher Bereiche auf und erweitert den Blick auf die zentrale Frage: Was ist das eigentlich, eine Exkursion? Zu Gast in Kassel sind: Boris Sieverts, Martin Scharvogel, Offene Kartierungsgruppe Hamburg, LIGNA und Stefan Giesewetter. Siehe auch [Termine]

Input

Der von uns vorgesehene Input für das Gespräch gliederte sich in drei Teile:

1. Eine Darstellung unserer bisherigen Entwicklung mittels einer Gruppenchronologie [rtf-Skript Chronologie]
2. Kritik an der Exkursionsform und Beschreibung der eigenen Herangehensweise [rtf-Skript Ausflüge in die Wirklichkeit]
3. Vorstellung zweier aktueller osm-Konzepte als Diskussionsgrundlage [rtf-Skript Learning from your Stadtraum]

In Hinsicht auf das Thema der Veranstaltungsreihe [Exkursionen] von gewisser Relevanz waren die Überlegungen zu 2. Kritik an der Exkursionsform und Beschreibung der eigenen Herangehensweise

Ausflüge in die Wirklichkeit

Exkursionen [thesen]

  1. Im Allgemeinen versteht man unter einer Exkursion „einen Ausflug, eine Wanderung oder eine Reise unter wissenschaftlicher Leitung und Zielsetzung*“. *alle Zitate wikipedia, siehe auch [Exkursion]

  1. Die dem vorausgehende, unbewußte Spaltung der Welt in Subjekt und Objekt basiert auf der funktionalen Denkform, welche widerum die Grundlage der modernen [Natur]Wissenschaften bildet.

  1. TeilnehmerInnen einer Exkursion sind strukturell männliche Forschersubjekte, die sich für die Dauer der Exkursion ihrer Subjektivität entledigen, „um sich an Ort und Stelle mit dem Realobjekt zu beschäftigen“.

  1. Die Spaltung der Welt in Subjekt und Objekt ist geschlechtsspezifisch (Subjekt: weiblich; Objekt: männlich) und geschlechtshierarchisch (subjektiv: Nicht-Wert, Reproduktion, falsch, ungenau, vage, nicht überprüfbar; objektiv: Wert, Produktion, richtig, korrekt, präzise, verifizierbar) konnotiert.

  1. Der Modus der unbewußten, funktionalen Denkform [das Denken in und am Geld bzw. Wert] hat sich seinerseits an wert-, waren- und arbeitsförmiger Vergesellschaftung gebildet und sich zusammen mit dieser durchgesetzt.

  1. Der von der funktionalen Denkform bedingten Bewußtseinskonstitution gilt die objektive Wahrnehmung und Beschreibung der Welt bzw. deren wissenschaftliche Überprüfbarkeit als überhistorisch und unabhängig von deren gesellschaftlicher Bedingtheit.

  1. „Umgangssprachlich bezeichnet heute das Wort Exkursion eine mehrstündige Wanderung in der Gruppe mit einem Exkursionsführer, der naturwissenschaftliche Hinweise und Zusammenhänge an Hand vor Ort sichtbarer Gegebenheiten erläutert“.

Parameter unserer Kartierungstätigkeit

  1. Individuen oder Gruppen von TeilnehmerInnen kooperieren mit differenten Sichtweisen und Ansätzen, was mit gängigen Begriffen vielleicht als interdisziplinär beschrieben werden könnte. Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Vorgehensweise.

  1. In einem prinzipiell offenen, nicht ziel- und zweckgerichteten und sich über einen längeren Zeitraum erstreckenden Prozess entstehen Layers aus gemeinsam und individuell erstellten Karten, die verschiedene Bedeutungsebenen übereinander legen und sichtbar machen.

  1. Hierbei geht es beispielsweise nicht darum einen anwendungsorientierten „open source“-Stadtplan zu erstellen und so Bestehendes nur unter anderen Vorzeichen zu reproduzieren. Ein solcher kann jedoch als Teil-Ergebnis des Prozesses entstehen.

  1. Technologie und neue Medien [GPS, PDA, Netz, Open Source, Wiki etc.] werden bewußt eingesetzt und angeeignet. In Hinsicht auf prozessuale Vorgehensweise und Kommunizierbarkeit ist es als die Möglichkeiten erweiterndes Kann und nicht als Muß zu begreifen und steht gleichwertig neben tradierten Mitteln wie Zeichnung, Photographie oder Text.

  1. Das so erstellte Material ist öffentlich zugänglich und kann weiter bearbeitet werden. Wir verstehen das Ganze als permanenten Vorschlag eines gesellschaftlichen Bewusstseins-, Wahrnehmungs- und Gestaltungsprozesses des Raumes durch den und in dem wir uns bewegen, zu dem wir uns ins Verhältnis setzen und den wir so gleichzeitig verändern.


Karte

Karte des Ausflugs siehe /OSMAusflugKassel


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